Mobilität

CO2-Ausstoss im Fokus

2017

Damit der Strom unterwegs nicht ausgeht: In der Schweiz gibt es bereits über 1‘000 Ladestationen.

Das Auto ist ein Symbol unserer individuellen Mobilität. Das motorisierte Unterwegssein trägt aber auch einen grossen Anteil zu den klimaschädlichen Emissionen bei. Das muss sich ändern.

Der Verkehr in der Schweiz nimmt Jahr für Jahr zu: Im Jahr 2015 wurden auf Strasse und Schiene insgesamt 130 Milliarden Personenkilometer zurückgelegt. Das sind zwei Prozent mehr als im Vorjahr und 27 Prozent mehr als im Jahr 2000. Knapp sechs Millionen motorisierte Fahrzeuge sind aktuell auf den Schweizer Strassen unterwegs – gegenüber dem Jahr 1980 hat sich die Anzahl somit mehr als verdoppelt. Die Folge: Über ein Drittel des nationalen Energieverbrauchs ist auf dem Konto des Verkehrs zu verbuchen. Er ist damit der Sektor mit dem grössten Energieverbrauch, noch vor den Privathaushalten und der Industrie. Der Bedarf an knappen Energieressourcen, aber auch Lärm-, Schadstoff- und Treibhausgasemissionen sind die Kehrseite der Medaille, auf der moderne Mobilität steht. Beispiel CO2-Ausstoss: Im Jahr 2014 belief sich dieser im Transportsektor auf 16,1 Millionen Tonnen. Das sind rund 38 Prozent aller Emissionen und elf Prozent mehr als im Jahr 2000.

Mit Strom Gas geben

Soll im Jahr 2050 der Verkehr treibhausgasneutral sein, müssen künftig Fahrzeuge mit alternativen Antrieben und neue Kraftstoffe zum Einsatz kommen, die keine klimaschädlichen Emissionen verursachen. Hierzulande kurven derzeit knapp 11'000 Elektro-PW auf den Strassen herum – davon wurden im vergangenen Jahr rund 3'500 neu zugelassen. Doch Luft nach oben ist allemal, denn der Anteil an allen zugelassenen PW entspricht gerade einmal 0,2 Prozent. Wobei die Stromer nur dann wirklich als klimafreundlich gelten können, wenn der Strom, den sie verbrauchen, aus erneuerbaren Energiequellen wie Solarstrom oder aus Wasserkraft generierter Energie stammt.

Anreiz durch neuen Steueransatz

Viele potenzielle Käufer schreckt zum Beispiel der vergleichsweise hohe Kaufpreis ab. Es braucht also finanzielle Anreize, wie zum Beispiel im Kanton Basel-Stadt. Dort sollen Besitzer von rein elektrisch angetriebenen Fahrzeugen Steuer-vergünstigungen von 50 Prozent erhalten. Der Grosse Rat will diese Vergünstigung solange der Marktanteil dieser Fahrzeuge unter fünf Prozent liegt oder während maximal zehn Jahren gewähren. Neu sollen zudem Motorfahrzeuge primär nach ihrem CO2-Ausstoss – pro Kilometer; 1,55 CHF – bemessen werden. Bleibt ein Referen-dum aus, tritt die Revision per Jahresbeginn 2018 in Kraft.