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Interview

Energiewende muss immer präsent sein

Von Christine Novakovic, UBS · 2017

Christine Novakovic, Leiterin des Firmenkundengeschäfts und der Investment Bank Schweiz bei UBS

Viele kleine Massnahmen bringen die Energiewende voran, wenn sie denn konsequent um­gesetzt und gut kombiniert ­werden, weiss Christine Novakovic, Leiterin des Firmenkundengeschäfts und der Investment Bank Schweiz bei UBS.

Wie kann die Schweiz die Energiewende meistern?

Der Schlüssel für das Gelingen der Energiewende liegt in der Energieeffizienz. Nur wenn wir weniger Energie verbrauchen, können wir den Umstieg auf erneuerbare Energien schaffen und den CO2-Ausstoss reduzieren. Dazu kann jeder seinen Beitrag leisten – Privatpersonen genauso wie Unternehmen. Es muss aber nicht immer gleich der ganz grosse Rundumschlag sein, vielmehr sind es auch viele kleine, aber ganz konkrete Massnahmen, die in Summe zur erheblichen Senkung des Energiebedarfs und des CO2-Ausstosses führen. Wichtig ist, dass das Thema Energiewende immer präsent ist. Deshalb reden wir mit unseren Kunden viel darüber und wollen das Bewusstsein schärfen.

Was raten Sie denn konkret?

Wer ein Haus besitzt, sollte Energie und Heizung im Blick haben. Auch muss man nicht für jeden Weg das Auto nehmen. Um Papier zu sparen, motivieren wir Kunden dazu, Kontoauszüge nur noch in digitaler Form zu erhalten. Und damit sie sich die Unterlagen zu Hause nicht ausdrucken und abheften, haben wir den digitalen Safe erschaffen. Hier können sie alle ihre Dokumente, nicht nur Bankunterlagen, sicher verwahren. Für jeden 50. Firmenkunden, der sich zum Umstieg auf digitale Kontoauszüge entschliesst, pflanzen wir einen Baum. Wer mehr machen möchte, kann zum Beispiel in energieeffiziente Anlagen oder Geräte investieren oder sattelt auf umweltschonende Elektroautos um.

Engagieren Sie sich als Bank denn auch für e-Mo­bilität?

Ja. In den nächsten zwölf Monaten werden wir an grösseren Standorten Ladesäulen installieren. So geben wir unseren Mitarbeitern, aber auch den Kunden die Möglichkeit, den Akku aufzuladen, während sie in der Bank sind.

Die Umstellung auf Energieeffizienz ist aber eine kostspielige Angelegenheit …

Das stimmt, aber langfristig zahlt es sich aus. Gerade für Unternehmen ist die Steigerung der Energieeffizienz oft nicht billig. Deshalb helfen wir, umweltschonende Massnahmen zu finanzieren. Kleine und mittlere Unternehmen unterstützen wir mit einem Zuschuss von bis zu 4’000 Franken beim Energie-Check-up der Energie-Agentur der Wirtschaft. Setzen sie die darin empfohlenen Massnahmen um, bekommen sie noch mal eine Barprämie von bis zu 5’000 Franken. So konnten in der Schweiz schon über 3’000 Tonnen Kohlen­dioxid eingespart werden. Ausserdem haben wir für produzierende Unternehmen den Industriebonus aufgelegt, mit dem wir uns an den Kosten für neue, energieeffiziente Fertigungsanlagen beteiligen. Und mit dem Umweltbonus erhalten Unternehmen, die mit UBS ein Fahrzeug nach Euro-6-Norm leasen, bis zu 3’000 Franken. So wollen wir Unternehmen motivieren, in umweltschonendere Anlagen und Fahrzeuge zu investieren. Unsere Kunden im Energiesektor unterstützen wir mit der Beratung und Strukturierung von Finanzierungen oder vermitteln Investoren. Und dann gibt es da noch die Clean-Energy-Infrastructure-Fonds.

Damit Anleger umweltfreundlich investieren können?

Richtig. Für institutionelle Kunden haben wir Ende 2012 den Fonds Clean Energy Infrastructure Switzerland aufgelegt, mit dem sie gezielt in auf erneuerbare Energie und Energieeffizienz spezialisierte Gesellschaften und Infrastrukturanlagen in der Schweiz investieren. Dieser Fonds kam so gut an, dass wir nun einen zweiten Fonds lanciert haben, der auch in Infrastrukturanlagen in Westeuropa und Skandinavien investiert. Nachhaltige Anlagen mit stabiler Rendite sind klar im Trend.

Geht die UBS auch selbst mit gutem Beispiel voran?

Natürlich. Was wir unseren Kunden empfehlen, leben wir auch vor. So investieren wir laufend in die energetische Sanierung unserer Gebäude. Nach der Gesamtsanierung unseres Hauptsitzes an der Bahnhofstrasse in Zürich sparen wir zum Beispiel 30 Prozent Energie. Und die Abwärme aus dem Rechenzentrum in Zürich wird für die Wärmeversorgung der umliegenden Wohngebiete genutzt. Ausserdem wissen wir genau, woher unser Strom kommt – in der Schweiz vorrangig aus Wasserkraft. Im Jahr 2000 haben wir uns freiwillig dazu verpflichtet, unsere Energieeffizienz bis 2020 um durchschnittlich zwei Prozent pro Jahr zu steigern. Seit dem Jahr 2000 konnten wir die Energieeffizienz bereits um 35 Prozent steigern und sparen damit 14 Millionen Franken Energiekosten pro Jahr. Wenn man die Energiewende also richtig konzipiert und umsetzt, dann kommt das einem auch selbst zugute.

Im Interview

Christine Novakovic
Leiterin des Firmenkundengeschäfts und
der Investment Bank Schweiz bei UBS

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